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Gleichberechtigung

Noch immer werden Frauen in der Gesellschaft benachteiligt, aber so langsam wehren sie sich, wie auch ein Artikel im Spiggl Online beweist. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors. Lediglich einige Vertipper habe ich korrigiert.

Kriminelle Frauen:

Forderung nach Gleichberechtigung

Bei der Jahresversammlung der VKF (Vereinigung krimineller Frauen) in der Justizvollzugsanstalt Zwickau forderten die Funktionärinnen die Gleichberechtigung weiblicher Krimineller und Triebtäterinnen.

Zwickau - Nachdem sich die Versammlung nach einem Freigang der Vorsitzenden mit einigen Komplikationen (Banküberfall mit Geiselnahme und Flucht nach Polen) der Vorsitzenden Inge Kowatschnick wegen einer Verzögerung des Auslieferungsverfahrens um mehrere Monate verschoben hatte, war es letzten Dienstag endlich so weit: Die erste Sitzung des neu gegründeten VKF konnte beginnen. Eingangs wurde der Antrag, den Verband zu einer gemeinnützigen Organisation zu erklären, einstimmig angenommen. Dann könnten die Bußgelder der Mitglieder nämlich statt einem öden Kinderhilfswerk dem Verband zu gute kommen. Daraufhin legten die einzelnen Gremien ihre Berichte vor.

SPIGGL Foto

So sei es immernoch ziemlich unfair, dass Frauen bei gleichen Straftaten wesentlich weniger Gefängnisstrafe als ihre männlichen Kollegen bekämen, bemängelte die Rechts-Referentin Ursula Orlovski. Desweitern würden gesonderte Vollzugsanstalten für Frauen das Gemeinschaftsgefühl von verschiedengeschlechtlichen Verbrechern schwächen. Auch seien bei weitem nicht alle weiblichen Kriminellen homosexuell.
Die männerdominierte Innenpolitik würde solche Themen immernoch beflissentlich ignorieren. Sowohl Beckstein als auch Schily hätten einen Besuch der Veranstaltung abgesagt. Es herrschten eben immernoch die altmodischen Wertvorstellungen "Frauen hinter den Herd, Männer hinter Gitter", so Orlovski weiter.

Als nächstes legte Anke Meier, die Leiterin der Arbeitsgruppe Triebtäterinnen, ihren Bericht vor: "Es ist schon erschreckend, dass 95% aller Vergewaltigungen mit weiblichen Tätern von den männlichen Opfern nicht zur Anzeige gebracht werden. Viele männliche Vergewaltigungsopfer schreien statt 'Hilfe' höchstens 'Fick mich, du geile Drecksau'". Diesem Bericht folgte allgemeine Entrüstung der Versammelten ob dieser offensichtlichen Ungerechtigkeit. "Hier hat die Emanzipation noch einigen Aufholbedarf", so Meier weiter.

Doch auch im terroristischen Umfeld würden Frauen stark benachteiligt, so Eischa Ischtürk, die Beauftrage für Terrorismus und organisierte Kriminaltiät, im anschließenden Vortrag. So wäre bei den Anschlägen des 11. September keine einzige Frau beteiligt gewesen. Noch schlimmer, es würde sogar allen weiblichen Bewerberinnen die Aufnahme in die Al-Kaida oder die Hamas verweigert. Auch befänden sich keine Frauen in den Führungsbereichen der internationalen Kriminalität. Das FBI habe beispielsweise keine einzige Frau unter den Top 10 der meistgesuchten Straftäter.

In ihrer Abschlussrede sagte die Vorsitzende Kowatschnick, dass noch ein großes Stück Arbeit vor den einzelnen Mitgliedern läge. Auch habe der Verein Nachwuchssorgen, da vor allem in Actionfilmen (der Hauptwerbung ihrer männlichen Kollegen) immernoch die veraltete Rollenverteilung zwischen Mann und Frau dominiere. "Der Mann schießt, die Frau schreit", fuhr sie fort. "Ich wünsche mir eine Welt, in der sich Männer nachts nicht mehr alleine auf die Straße trauen", war ihre Schlussbotschaft an die nun von den Aufsehern unter Schreien und Schlägen hinausgetragenen Anwesenden.

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